Veranstaltungshinweis im Radio

SWR 4 02.07.2011

Auch im Radio wurde unsere Ohnewaldmesse am Heuchlinger Fest angekündigt. Am 02.07.2011 berichtete der SWR4 gegen 13:00 Uhr über unsere Arbeit.

Für alle die den Radiobericht verpasst haben und trotzdem interessiert sind, bieten wir die Möglichkeit sich die Ankündigung im Radio herunterzuladen und anzuhören:

SWR4 Ohnewaldbericht
Hier der SWR4 Bericht vom 02.07.2011 über das Ohnewaldkonzert zum DOWNLOADEN.
SWR4_Ohnewald.MP3.mp3
MP3 Audio Datei 3.2 MB

Veranstaltungshinweis in der Zeitung

Gmünder Tagespost 11.02.2011

 

von Jürgen Steck

Der Leintal-Romantiker

Heuchlingen erinnert sich seines großen Sohnes und Kirchenmusikers Josef Ohnewald – Aufführung einer Messe

Mit Johann Sebastian Bach war es auch so eine Sache. Um 1820 herum kannte den kaum einer. Felix Mendelsohn grub die Matthäuspassion aus – was zu einer Bach-Renaissance führte. Heute ist er der meistgespielte Komponist der Welt. Daran erinnert Erich Baierl. Und hofft, dass es mit Josef Ohnewald ähnlich so wird. Der war seinerzeit ein bekannter Kirchenmusiker. Und lebte in Heuchlingen. In diesem Jahr ehrt die Gemeinde in gleich zweifach.

Heuchlingen. 200 Jahre ist es her, da ist er nach Heuchlingen zurückgekehrt, wo er 1781 als Sohn der „Bürgers und Krämers“ Melchior Ohnewald geboren wurde. Der Kirchenchor St. Vitus wird aus diesem Anlass eine seiner Messen aufführen, zudem soll ein Platz nach ihm benannt werden. Wer war dieser Josef Ohnewald? Alfons Munz ist Heuchlinger Heimatforscher und hat viele Details aus dem Leben Ohnewalds zusammengetragen. Josef Ohnewald habe schon als Schüler eine große musikalische Begaung bewiesen, weshalb er auf das Seminar St. Josef in Augsburg geschickt wurde, das als „exzellente Pflegestätte der Musik“ galt. 1806 ist er dort als Student verzeichnet, kann Munz belegen. Bereits 1804 sei sein erstes kirchenmusikalisches Werk erschienen, das „Antiphonae Marianae“. Viele weitere sollten folgen, die in ganz Europa Beachtung fanden. Als sich jedoch die Kriegswirren nach der französischen Revolution auch auf den süddeutschen Raum auswirkten, sei Ohnewald 1811, vor 200 Jahren, für immer in sein Heimatdorf zurückgekehrt. In der Ortschronik ist vermerkt, er sei ein „federgewandter Mann, dem man seine Studien wohl anmerkt“ habe. 1817 wurde er in Heuchlingen als „Acciser“ bestellt, der sich ums staatliche Steuerwesen zu kümmern hatte. Zudem trieb er den väterlichen Krämerladen um.
In Heuchlingen bedeutete die Rückkehr des Kirchenmusikers den Beginn einer bislang ungekannten musikalischen Entwicklung im Dorf: Klarinetten, Querflöten, Waldhörner, Trompeten und Streichinstrumente wurden angeschafft, Ohnewald unterrichtete junge Leute in Musik. Zudem entfaltete er ein reges kirchenmusikalisches Schaffen, komponierte, unterrichtete, publizierte – nachgewiesen bis ins Jahr 1833. Viele seiner Werke müssen demnach „in seinem Heimatdorf Heuchlingen entstanden sein“, wie Sonja Klingenmaier, die Vorsitzende des Heuchlinger Kirchenchors St. Vitus berichtet. Ohnewalds Werke wurden zunächst in Heuchlingen, dann auch in Hohenstadt und Bettringen aufgeführt. Und er habe der Komission des 1837 erschienenen ersten Orgelbuches der Diözese Rottenburg angehört. Seine Kompositionen wurden schließlich in ganz Europa verkauft und werden heute noch in vielen Ländern im Osten Deutschlands aber auch in der Schweiz aufgeführt – vor allem an Orten der Marienverehrung. Gestorben ist er am 31. Januar 1856 in Heuchlingen, wo er auch begraben liegt – wo genau, das weiß man nicht. In seiner Heimat sei er nur Fachleuten ein Begriff. Das wollen Erich Baierl, Alfons Munz und Sonja Klingenmaier ändern. „Natürlich hat Ohnewald eine Bedeutung für den Kirchenchor und die Kirchengemeinde Heuchlingen“, erklärt Baierl. Wichtiger aber sei, dass er „die herausragende Persönlichkeit der Kultur in Heuchlingen sei“, ein Pfund, mit dem man wuchern sollte.
Der Kirchenchor St. Vitus fühlt sich verpflichtet, das Andenken Ohnewalds „wach zu halten und das von ihm geschaffene Kulturgut zu wahren“, wie Sonja Klingenmaier erklärt. Schließlich handle es sich bei Ohnewald um den wohl bedeutendsten und berühmtesten Heuchlinger, wie Erich Baierl ergänzt. Bereits im Jahr 2004 hat der Chor eine Festschrift zu Ohnewald herausgegeben. „Die Würdigung eines Komponisten geschieht aber vor allem durch die Aufführung seiner Werke“, sagt Klingenmaier. Deshalb habe der Kirchenchor die Rückkehr Ohnewalds vor 200 Jahren nach Heuchlingen zum Anlass genommen, eine Messe Ohnewalds aufzuführen. Seinerzeit seien, wie ein Chronist damals vermerkt hat, die „Festbesucher und Pilger scharenweise“ nach Heuchlingen gekommen, wenn eine Ohnewald-Messe aufgeführt wurde. Das soll jetzt wieder so werden: Der Kirchenchor plant die Aufführung einer Messe im großen Stil: für Chor, Solisten und Orchester. Eine interessante, „aber auch schwierige Herausforderung“, wie Sonja Klingenmaier erklärt. Nicht zuletzt wegen der Kosten. Solisten und Instrumentalisten müssen bezahlt, Noten angeschafft, Dies und Das beschafft werden. Erich Baierl rechnet mit rund 1800 Euro, die berappt werden müssen. Das Projekt sei in Heuchlingen nicht unumstritten. Aber Klingenmaier hofft darauf, dass es Sponsoren gibt, die das Projekt „Josef Ohnewald – ein großer Komponist unserer Heimat“ unterstützen. „Das kulturelle Erbe unseres Dorfes muss uns das wert sein“, sagt Baierl.
Ganz wichtig sei die Unterstützung durch Rosemarie Pschorr, die Dirigentin des Chors. Sie habe geholfen, die Noten zu beschaffen und zu arrangieren. Rosemarie Pschorr beschreibt den Stil Ohnewalds ähnlich dem Mozarts, allerdings volkstümlicher, gefälliger. Sie ist auch überzeugt, dass der Kirchenchor die Herausforderung meistern kann. „Das kommt sicher sehr gut an“, sagt sie. Baierl beschreibt Ohnewalds Stil als „Leintal-Romatik“. Mit im Chor dabei sein werden Sonja Klingenmaier als Altistin, Erich Baierl und Alfons Munz im Bass.

 Die Josef-Ohnewald-Messe soll zum Heuchlinger Skapulier-Bruderschaftsfest am Sonntag, 17. Juli, aufgeführt werden. Um Gagen für Solisten und Instrumentalisten zu bezahlen, freut sich der Kirchenchor St. Vitus über Spenden an die Katholische Kirchengemeinde Heuchlingen, Kennwort: Ohnewald Kirchenchor, Konto 82116008 bei der Raiffeisenbank Rosenstein BLZ 61361722.

 

 

Der künftige Josef-Ohnewald-Platz – wo einst die Schule stand

Dort, wo einst und bis ins Jahr 1973 die alte Schule in Heuchlingen stand, soll der Heuchlinger Komponist Josef Ohnewald besonders geehrt werden. Der Platz soll nach ihm benannt werden. Das hat einen ganz speziellen Grund: Denn dort hatten die Ohnewalds ihren Krämerladen, den auch Josef Ohnewald seinerzeit betrieben hatte. Im Übrigen scheint er, so berichtet der Heimatforscher Alfons Munz, seine musikalischen Talente an die Söhne und Enkel weitervererbt zu haben: Sein Enkel Bernhard Vitus wirkte von 1875 als musikalischer Direktor und war Mitbegründer des Liederkranzes. Auch später noch seien die Ohnewalds gesuchte Musikanten auf Hochzeiten und Tanzfesten gewesen. 1936, nach dem Tod des letzten Ohnewald-Nachkommen in Heuchlingen, habe man körbeweise Notenmaterial auf dessen Bühne gefunden. Weil damals niemand wusste damit etwas anzufangen, seien sie im Garten oberhalb des Hauses verbrannt worden.
Geforscht über Josef Ohnewald hat insbesondere Professor Dr. Hermann Ullrich, der über kirchenmusikalische Arbeiten von Komponisten aus der Region arbeitet.

 

Da können sich die Zuhörer freuen

Heuchlingen feiert „seinen“ Komponisten Joseph Ohnewald mit einer Geburtstagssoirée

Das muss man erst mal haben: einen „eigenen“ Komponisten. Dazu noch einen, dessen Musik ein bisschen so klingt, als wäre sie von Mozart. Heuchlingen hat das. Joseph Ohnewald heißt das Talent, das die Gemeinde einstmals auch zur klingenden Perle des Leintals gemacht hatte. 230 Jahre alt würde er am 29. Oktober, weshalb an diesem Datum eine große Geburtstagssoirée zu seinen Ehren gegeben wird.

Anke Schwörer-Haag

 

Das original Vesper-Notenblatt von Joseph Ohnewald.

Heuchlingen. „Die Musik ist frisch und bunt und überhaupt nicht langweilig“, schwärmt Rosemarie Pschorr. Die Frau muss es wissen. Sie ist nämlich die Dirigentin des Kirchenchors St. Vitus kennt Joseph Ohnewalds Werke inzwischen aus dem „ff“. Denn sie hat sich mit ihrem Ensemble vorgenommen, die Musik des Mannes wieder bekannter zu machen, wegen dem die Menschen um das Jahr 1820 in Scharen nach Heuchlingen pilgerten. Aus der Mitte des Kirchenchores hat sich deshalb eine Initiativgruppe gebildet, der Sonja Klingenmaier, Alfons Munz und Erich Baierl angehören. In der Literatur, in Archiven und Gemeindeakten haben sie nach Hinweisen gesucht auf das Leben und Arbeiten Ohnewalds, der als Musikpädagoge, Krämer, Gemeindepfleger, Acciser (Steuereinnehmer), Schul- und Bürgermeister das Gemeindeleben in Heuchlingen maßgebliche bestimmte. Vor allem aber war er, 1811 von seinem Studium in Augsburg wieder an seinen Geburtsort zurückgekehrt, Kirchenmusiker und Komponist von Messen, Vespern und geistlichen Liedern.

Eine solche Vesper – Musik die für das Stundengebet am Abend komponiert wurde – hat der Kirchenchor für die Geburtstags-Soirée einstudiert. Die Sopranistin Inge Bidlingmaier wurde für den Solopart gewonnen. „Auf die Musik, die es nirgends als Tonaufnahme gibt, können sich die Zuhörer freuen“, verspricht Rosemarie Pschorr.

Aber nicht nur darauf. Aufgeführt wird auch das bislang einzige weltliche Lied, das man von Joseph Ohnewald kennt. Die Noten sind im Archiv der Uni Tübingen entdeckt worden. Weil sie mit den heutigen Instrumenten nicht mehr gespielt werden können, hat Martin Pschorr, der Leiter der Musikschule Heubach, das Werk neu arrangiert. Zum Auftakt der Soirée wird es von einer Blechbläsergruppe des Musikvereins in dieser Form „quasi“ uraufgeführt.

 

 

 

Das Einstudieren der Musik von Joseph Ohnewald macht offensichtlich gute Laune. Das zeigt das Gruppenfoto vom Chor beim letzten Probenwochenende.

 

 

Das Programm der Geburtstagssoirée am 29. Oktober

Am 29. Oktober 1781 wurde Joseph Ohnewald in Heuchlingen geboren. Am 29. Oktober 2011 feiert die Gemeinde seinen Geburtstag mit einer Soirée in der St. Vituskirche. Zum Beginn, um 18 Uhr, spielt das Blechbläser-Ensemble die Ohnewald-Suite „Kleine Abendunterhaltung“. Bürgermeister Peter Lang und Pfarrer Bernhard Weiß sprechen Begrüßungsworte. Der Kirchenchor St. Vitus singt die Deutsche Vesper No. 3 von Joseph Ohnewald. Anschließend hält Professor Dr. Hermann Ullrich aus Schwäbisch Gmünd den Festvortrag zum Thema „Sinfonische Kirchenmusik auf dem Land“. Danach singt der Liederkranz Heuchlingen Werke von Mozart und Glück. Es folgen eine Meditation von Pfarrer Bernhard Weiß und Musikstücke aus der Ohnewald-Zeit vom Musikverein Heuchlingen.

© Gmünder Tagespost 19.10.2011

 

Gmünder Tagespost 20.10.2011

Da können sich die Zuhörer freuen

Heuchlingen feiert „seinen“ Komponisten Joseph Ohnewald mit einer Geburtstagssoirée

Das muss man erst mal haben: einen „eigenen“ Komponisten. Dazu noch einen, dessen Musik ein bisschen so klingt, als wäre sie von Mozart. Heuchlingen hat das. Joseph Ohnewald heißt das Talent, das die Gemeinde einstmals auch zur klingenden Perle des Leintals gemacht hatte. 230 Jahre alt würde er am 29. Oktober, weshalb an diesem Datum eine große Geburtstagssoirée zu seinen Ehren gegeben wird.

Anke Schwörer-Haag

 

Das original Vesper-Notenblatt von Joseph Ohnewald.

Heuchlingen. „Die Musik ist frisch und bunt und überhaupt nicht langweilig“, schwärmt Rosemarie Pschorr. Die Frau muss es wissen. Sie ist nämlich die Dirigentin des Kirchenchors St. Vitus kennt Joseph Ohnewalds Werke inzwischen aus dem „ff“. Denn sie hat sich mit ihrem Ensemble vorgenommen, die Musik des Mannes wieder bekannter zu machen, wegen dem die Menschen um das Jahr 1820 in Scharen nach Heuchlingen pilgerten. Aus der Mitte des Kirchenchores hat sich deshalb eine Initiativgruppe gebildet, der Sonja Klingenmaier, Alfons Munz und Erich Baierl angehören. In der Literatur, in Archiven und Gemeindeakten haben sie nach Hinweisen gesucht auf das Leben und Arbeiten Ohnewalds, der als Musikpädagoge, Krämer, Gemeindepfleger, Acciser (Steuereinnehmer), Schul- und Bürgermeister das Gemeindeleben in Heuchlingen maßgebliche bestimmte. Vor allem aber war er, 1811 von seinem Studium in Augsburg wieder an seinen Geburtsort zurückgekehrt, Kirchenmusiker und Komponist von Messen, Vespern und geistlichen Liedern.

Eine solche Vesper – Musik die für das Stundengebet am Abend komponiert wurde – hat der Kirchenchor für die Geburtstags-Soirée einstudiert. Die Sopranistin Inge Bidlingmaier wurde für den Solopart gewonnen. „Auf die Musik, die es nirgends als Tonaufnahme gibt, können sich die Zuhörer freuen“, verspricht Rosemarie Pschorr.

Aber nicht nur darauf. Aufgeführt wird auch das bislang einzige weltliche Lied, das man von Joseph Ohnewald kennt. Die Noten sind im Archiv der Uni Tübingen entdeckt worden. Weil sie mit den heutigen Instrumenten nicht mehr gespielt werden können, hat Martin Pschorr, der Leiter der Musikschule Heubach, das Werk neu arrangiert. Zum Auftakt der Soirée wird es von einer Blechbläsergruppe des Musikvereins in dieser Form „quasi“ uraufgeführt.

 

 

 

Das Einstudieren der Musik von Joseph Ohnewald macht offensichtlich gute Laune. Das zeigt das Gruppenfoto vom Chor beim letzten Probenwochenende.

 

 

Das Programm der Geburtstagssoirée am 29. Oktober

Am 29. Oktober 1781 wurde Joseph Ohnewald in Heuchlingen geboren. Am 29. Oktober 2011 feiert die Gemeinde seinen Geburtstag mit einer Soirée in der St. Vituskirche. Zum Beginn, um 18 Uhr, spielt das Blechbläser-Ensemble die Ohnewald-Suite „Kleine Abendunterhaltung“. Bürgermeister Peter Lang und Pfarrer Bernhard Weiß sprechen Begrüßungsworte. Der Kirchenchor St. Vitus singt die Deutsche Vesper No. 3 von Joseph Ohnewald. Anschließend hält Professor Dr. Hermann Ullrich aus Schwäbisch Gmünd den Festvortrag zum Thema „Sinfonische Kirchenmusik auf dem Land“. Danach singt der Liederkranz Heuchlingen Werke von Mozart und Glück. Es folgen eine Meditation von Pfarrer Bernhard Weiß und Musikstücke aus der Ohnewald-Zeit vom Musikverein Heuchlingen.

© Gmünder Tagespost 19.10.2011

 

 

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„Joseph Ohnewald" – ein großer Komponist unserer Heimat“

Wir haben hier einige Informationen zu dem Heuchlinger Komponisten gesammelt.